Galerie / Atelier in Hallein
Vorschau 2024 Veranstaltungen / Ausstellungen
Ausstellung
Walter Kainz
Marion Kilianowitsch
1.3.2024 bis 27.4.2024
Green Eyes - mit dem Blick auf.... Der Titel der Ausstellung lenkt den Blick auf die Natur, mit dem Blick auf den Raum, werden die beiden Künstler Einzel- und Bildergruppen positionieren. In diesem Bildfluss werden Kreise, Linien und organische Formen zu neuen Bildfindungen transformiert. Eine besondere Rolle nehmen bei Marion Kilianowitsch die Ätzung mit Pflanzen auf Kupfer ein, sowie ihre Arbeiten auf Papier, die bezeichnete Abbilder der Natur beschreiben. Walter Kainz hat sehr bald begonnen, sich immer wieder von Neuem dem Thema Blüte zu widmen. Seine Blüten, die nur mehr entfernt ein Abbild der Natur darstellen, werden als Symbol in den skulpturalen Kontext oder die Bildfläche gestellt. Immer schon gilt die Blüte als Sinnbild für Schönheit und Leben, aber auch für deren Vergänglichkeit.

Vortrag "Auf Almasys Spuren in der Sahara / Gilf Kebir Gebirge"
(Bericht von 4 Expeditionen)
5. April 2024 / 19:00 Uhr
Im äußersten Südwesten Ägyptens, an der Grenze zu Libyen und dem Sudan, liegt das Gilf Kebir inmitten einer über zirka eine Million km² völlig unbewohnten und schwer zugänglichen Wüste. Auf insgesamt vier Expeditionen hat Georg Zenz diese Gebiete bereist und dokumentiert. Das Gilf Kebir Gebirge, wurde erst in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckt und u.a. durch den österreichischen Forscher und Flugpionier Graf Almasy erforscht. Dieser erlangte als Hauptfigur im Roman bzw. dem Film “Der englische Patient“ Berühmtheit und die prähistorische „Höhle der Schwimmer“ gibt es wirklich. Weitere Highlights sind auch das Uweinat Gebirge im Sudan und die „Große Sandsee“ mit den längsten Dünen der Welt und dem Vorkommen des Libyschen Wüstenglases. Bei allen Expeditionen die Georg Zenz in dieses Gebiet unternahm waren auch ausgedehnte Fußmärsche in unbekannte Seitentäler und auf Berge am Programm.


Ausstellung Heidi Zenz
2.5.2024 bis 29.6.2024
„Erden–Algen-Schlamm“ und andere Ingredienzien Heidi Zenz erschafft mit Materialien aus der Natur ein Lexikon des Wunderns und Staunens, sie ist Archivarin einer Vielfalt die ihres gleichen sucht. Ihre Bilder und Installationen zeigen, dass sich die großen Geheimnisse der Natur oft im Unscheinbaren verbergen. Die Schlammbilder lassen durch ihre wässerige Konsistenz feine Linien entstehen und hinter der scheinbar banalen Substanz verbirgt sich eine Ästhetik, die gerade durch die Absichtslosigkeit der Künstlerin eine neue Sprache erhält. Mit derselben Achtsamkeit und Detailverliebtheit entstehen auch die Werke mit Algen. Eine weitere Obsession der Künstlerin ist das Sammeln verschiedenster Erden, die als Installationen und in der Malerei die Vielfalt unseres Planeten eindrucksvoll darstellen.





Serie "Lost Places" / Georg Zenz

Lost Places, verlassene, verfallene Bauten üben einen besonderen Reiz aus. Ob Häuser, Villen, Fabriksgebäude, diese Orte sind geheimnisumwittert und regen die Fantasie an. Was hat sich hinter den Mauern abgespielt? Wer hat darin gelebt? Welche Geschichten erzählen uns die Wände? Georg Zenz greift bei seinen Bildern das Thema auf und gibt mit einem fokussiertem Blick Ausschnitte von Wänden wieder. Die Bilder werden damit zu einem Archiv der Sozialgeschichte, der Familien- und Einzelschicksale. Generationen aller Alters- und Gesellschaftsschichten hinterließen ihre Spuren an den Wänden.
Bei jedem Besitzerwechsel, Generationswechsel oder einfach nach vielen Jahren der Nutzung wurden die Wände übermalt, überklebt und so waren es letztlich viele Schichten die die jeweils darunter liegende verdeckten. Dann trat irgendwann Wasser durch das undichte Dach ein und ein neuer Prozess begann – die Verwitterung der Oberflächen setzte ein. Außen zeugen alte Plakatreste von einem ehemals pulsierenden Leben und es kamen noch Graffitis von oft illegalen Besuchern dazu. Georg Zenz lässt bei seinen Bildern alle diese Schichten erkennen, sie wie Lasuren durchscheinen und legt so die Geschichte der Wände und deren Bewohner offen.
"Das Haus so groß und fest"
2023 / 80x100 cm / MT, Collage, Acryl auf Leinwand